Ein Tirol in Kuba

Als ich 2002 in Kuba einreiste wurde ich zunächst zwei Stunden von einem als „Reiseleiter“ getarnten Agenten der Staatssicherheit vernommen. Meine sofort als Prostituierte erkennbare Freundin an der Seite – da war das Misstrauen groß. Die stark geschminkte Schönheit verzog sich nach einigen Lügen bald.

Da die Herren wussten, ich liebe eine andere wurde es eng. Der dunkelhaarige Gesprächspartner warf mir ein paar Sünden aus der Studentenzeit vor und gab sich lässig. Ich lenkte ab und hatte dann einen Mordversuch am Hals.

Nachweislich stürzte eine Maschine Antonow 38 wenige Stunden ab, nachdem meine Freundin am Steuer gesessen war und ich dort lachend gesoffen hatte. Und das war nicht genug. So schön es auch war, in Trinidad, im Innenland, mit den kubanischen Frauen.

Widerwärtige österreichische Terroristen, die sich in Kuba einschleichen wollten waren mir schon im Flugzeug bekannt gemacht worden. Es war menschlicher Abschaum, der von Kinder- und Tierpornografie lebte. „Monsieur Jean“ nannte sich einer, ich schloss mich ihm an, er neckte sogar die kubanische Staatssicherheit.

Die kubanischen Nationalisten sind Verbrecher. Das ist dort so. Am Strand lernte ich einen kennen, der betrieb einen Imbiss, er war ein solcher: „unter der Theke bring ich ihn mit Gift um“. Ich selber galt als Nazi, da war alles Wurst und ich informierte ihn über Anschlagsziele auf „Kommunisten“. Angegriffen wurde sowieso, es herrschte antikommunistische Hysterie.

Tatsächlich habe ich den Verbrecher auf Verräter innerhalb des kommunistischen Apparats hingewiesen, die radioaktive Proliferation aus Österreich befürwortet hatten. Das Land hätte zerstört werden sollen. Krachanschläge auf der Autobahn, im Kaffeehaus, auf der Straße habe ich nie gewollt und finanziert.

(Foto M. Poliza)

 

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