Interview mit dem Burschen, der die Ceska fand

Im August 2018 hatte ich Gelegenheit, mit jenem ehemaligen Bereitschaftspolizisten zu sprechen, der die so genannte Tatwaffe des NSU im Schutt des Hauses Frühlingsstraße Nr. 34, Zwickau, gefunden haben soll.

Das folgende Interview habe ich damals nicht veröffentlicht, weil mir der Junge leid tat. Mittlerweile hat sich der „Finder“ allerdings als ein israelischer Juwelenprinz und als so bösartiges Arschloch erwiesen, dass ich das vielleicht von ihm ein wenig unvorsichtig formulierte Gespräch hier im Original wiedergebe.

Mayr: Herr Trommler, wir sind Nachbarn hier in Weida. Sie waren im November 2011 Bereitschaftspolizist. Was haben Sie in Zwickau erlebt, was war Ihre Aufgabe?

Trommler: Wir sind mit dem Bus nach Zwickau gefahren und hatten kaum Informationen vom Kommandanten. Allerdings sollte ich drei Tage vorher privat mit einem Herrn Nordgauer aus Stuttgart sprechen. Der teilte mir mit, ich würde dort eine tschechische Pistole Ceska finden, mit Schalldämpfer dran. Die sollte keiner sehen, ich sollte sie sofort Nordgauer übergeben.

Mayr: Warum teilte man Ihnen das mit? Was denken Sie?

Trommler: Wir hatten damals ein paar ungute Leute in der Einheit die recht pedantisch waren. Vielleicht hatte man Bedenken, dass der Fund falsch eingeordnet wird, Sie wissen ja, dass einer zum Beispiel sagt, da war unverbrannte Erde, wie kommt da so ein verkohltes Ding hin.

Mayr: Wer hat die Waffe in Zwickau deponiert?

Trommler: Das Ding kam aus der Schweiz, von einem Verfassungsschützer, der für die Israelis arbeitet. Der Mann besucht mich manchmal. Ich bin dann auch entschädigt worden.

Mayr: Wie hat man Sie entschädigt?

Trommler: Ein gewisser Helge Blasche hat meinen Verwandten Bargeld gegeben, zu meiner Absicherung, für den Fall des Falles. Außerdem konnte ich dann zu meinem Schutz als verdeckter Ermittler arbeiten und musste keinen Dienst mehr machen.

Mayr: Wo haben Sie ermittelt?

Trommler: Wir haben die „Szene“ der Nörgler und der Verschwörungstheoretiker beobachtet und gesteuert. Da konnte ich meine Computerkenntnisse einsetzen. 2016 bin ich dann befördert worden und habe wieder eine Entschädigung erhalten, schließlich war das gefährlich. Bald durfte ich dann auch eine Freundin haben.

Mayr: Wussten Sie damals, dass Sie Beutejuwelen aus dem Tunneleinbruch von Steglitz bekommen hatten und sich wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche, Betrug und Urkundenfälschung strafbar machen würden durch Ihre Entschädigung?

Trommler: Ich möchte dazu nichts sagen.

Mayr: Ich danke Ihnen für dieses Interview.

(Foto Arbeitskreis NSU)

 

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