„Frau Obst“

Im Jahr 2008 bin ich darauf aufmerksam geworden, dass es meiner Nachbarin schlecht geht. Die ältere Dame, sie nannte sich „Obst“ bat mich mehrfach um Hilfe, ich sollte Kriminelle anheuern, um sie in der Nacht zu schützen. Ihr „Sohn“ hätte sie beraubt, umbringen wollen.

Frau Obst war dann meine Bekannte. Sie war etwa 100 Jahre alt. Mehrfach bat sie mich in ihre Wohnung, einmal habe ich für sie eine Waffe entsorgt, mit der sie nicht mehr umgehen konnte. Am Ehebett ihres Mannes, sie hat geweint, hat sie mir gestanden, dass sie Eva Braun ist. 

Sie konnte kaum noch einkaufen gehen, wollte aber von mir nicht versorgt werden. Ein schlechtes Gewissen packte mich; plötzlich stürzte sie, aber nicht schwer. Der Winter kam, der Nachbar, zuständig fürs Haus, streute keinen Kies. Ein Oberschenkelhalsbruch war praktisch vorprogrammiert.

Da fuhren wir zum Familiengericht, Frau Obst sollte einen Betreuer bekommen. Ich hatte ein Verfahren wegen Volksverhetzung am Arsch. Die Richterin wollte ihr nicht helfen, sie sollte verrecken. Nach zwei Wochen hörte ich nichts mehr von ihr.

(Foto Heinrich Hoffmann)

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