Ein weiterer „peinlicher Blogartikel“ unserer Frauenwelle

Nachdem mir Renate in der Auflockerung der Atmosphäre männlicher Dokumentenanalyse gefolgt ist werde ich hier knallhart weiblich fortsetzen. Ursprünglich haben die Israelis ja geplant, Sigis Blogs mit „süßen Miezen“ oberflächlich zu machen. Das Gegenteil ist passiert. Seit wir mitarbeiten geht es hier in die Relevanz, wie er regelmäßig scherzt.

Ich schreibe heute über Sex Ende Dreißig in der Partnerschaft, und zwar so, dass der verklemmte Leser rot wird. Hier kann man was über meinen Tagesablauf lesen.

Mit Ende Dreißig ist der Großteil weiblicher Schüchternheit überwunden. Das gilt besonders für mich. Ich habe schon mit 16 als Pornodarstellerin gearbeitet, wie übrigens unser moralisches Vorbild Sigi Mayr auch. Er hat sich Luxusurlaube mit irgendwelchen geölten Weibern zahlen und sich im Hotelzimner oder am nächtlichen Strand „ohne es zu wissen“ heimlich filmen lassen.

Der Heuchler. Wenn er mir heute zum Spaß „moralische Schmutzflecken“ andichtet drehe ich fast durch.

Dass wir zusammen sind, hat viel damit zu tun, dass uns diese merkwürdige Zeit, in der wir nicht zusammen waren nachhängt. Wir waren damals sehr, sehr verliebt. Und schon länger.

Manchmal haben wir geweint, wenn wir uns gesehen haben. Ich war 11, er wollte mich nicht grüßen und küssen. Immer hatte er das Strafgesetzbuch im Kopf, der „Bulle“ wie wir ihn böswillig nannten.

Aber zum Thema des Artikels. Wenn wir heute miteinander schlafen geht das vor allem auf meine Initiative zurück. Ich will, dass mein Partner vollkommen „ausgelastet“ ist, so dass er am Abend nicht mehr kann, und ich will das bestimmen.

Zwischendurch will ich aufs Kreuz gelegt oder von hinten genommen werden. Er soll mich kräftig unter die Achseln fassen, ich sage ihm das auch, dann werde ich laut. Und das auf einem „rechtsradikalen“ Blog.

Als Veganerin liebe und brauche ich Analsex.

Früher haben mir meine linken Freunde nachgesagt, dass ich Sigi nur wegen des guten Sex liebe. Da ist schon was dran. Wir lieben uns nicht sentimental, sondern weil wir uns als Paar verstehen. Ich spüre, wie erleichtert Sigi ist, wenn ich im Raum bin. Wir fassen uns sofort an.

Eifersucht war früher ein großes Thema zwischen uns. Ich war mit Männern zusammen, die ich buchstäblich danach ausgesucht habe, wie sie ihm „überlegen“ sein könnten. Ein größerer Schwanz, noch gewalttätigere Idioten als er, männliche Muskeltussen, das habe ich ihm entgegen gehalten. Er war mit „sehr hübschen“, extrem gepflegten und furchtbar perversen Mädels – da gab es kaum Tabus – unterwegs.

Weil es ihm besser gelungen ist als mir, Scheinbeziehungen zu pflegen habe ich ihn zeitweise gehasst. Als er 120 Kilo hatte, unglaublichen, staatsgefährdenden Unsinn trieb, nach außen einen auf „konservativ“ machte und wir es heimlich treiben mussten habe ich in der Eisenbahn nach Wien geweint.

Auch 2018, als ich von der Wiener Justiz verfolgt worden bin und ich mir von Sigi juristisch nicht helfen habe lassen hat es sich gezeigt, dass wir zusammen gehören. Er versteht das bis heute nicht.

Dass wir uns jemals wieder trennen glaube ich nicht. Außer natürlich, dieser peinliche Blogartikel sprengt alle Grenzen und Sigi muss publizistisch aufgeben in der aktuellen Frauenwelle.

Julia Präauer

(Foto danceability.at, Vera Rosner)

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