Eine unkonventionelle Beziehung im Geheimdienstmilieu

Manchmal fragen mich jüngere Frauen, wie es mir gelungen ist, die „Beziehungslandschaft“ im Umfeld meines geschätzten Haberers Sigi Mayr all die Jahre zu überleben. Dieser Mensch ist jemand, der einem am Frühstückstisch beichtet, heimlich mit Katy Perry zusammen zu sein, der ab und zu heiratet, nebenbei eine Familie gründet und einem dann sagt, „Schatzi, nimm das nicht so ernst“.

Als er 2008 allen Ernstes „zur Tarnung“ einen auf verspießerter Familienvater machte und regelmäßige Vorrats-Einkäufe bei „Real“ in Teltow veranstaltete, um nur ja kreuzbürgerlich zu wirken, habe ich Schluss mit ihm gemacht. Links unten sein Gesicht, als er das mitbekam. Er liebt mich nämlich.

Sigis „Kontakte“ bringen es mit sich, dass man 24 Stunden täglich überwacht wird. Echte Nähe kann man zu ihm nur aufbauen, wenn man sich als Spitzel anwerben und in seine Nähe spielen lässt. Dass es nicht unbedingt vorteilhaft ist, mit ihm gesehen oder gar als seine Tussi erkannt zu werden, leuchtet ein. Man verliert sofort seine Arbeit, seine Freunde, muss die Stadt verlassen und hat dann Glück, wenn er „Zeit hat“.

Andere Frauen müssen buchstäblich mit dem Knüppel von ihm ferngehalten werden. Wie verletzend es ist, zum Beispiel „knusprige“ Personen wie Lena Mayer-Landrut, Linda Zervakis, haarsträubende Dumpfbacken wie Yvonne Catterfeld oder Mariella Ahrens, aber auch echte Schönheiten wie Kylie Minogue, von irgendwelchen „bezaubernden“ blutjungen Pornodarstellerinnen zu schweigen, gegen sich zu haben kann sich eine normale Frau gar nicht vorstellen. Man dreht fast durch, weil er sich mit jeder halbwegs schönen Frau einlässt und auch noch doof lacht, wenn er erwischt wird. Dass es nebenbei vorkommt, dass er zu Weihnachten mit irgendeiner blonden ukrainischen Friseuse kuschelt ohne etwas zu sagen, sei verschwiegen.

Heute sprechen wir ab und zu über seine Schweinereien, zum Beispiel über die Zeit, in der ich bei ihm in Berlin in seinen Schreibwohnungen gewohnt habe und er parallel eine Familie und zwei Freundinnen hatte. Seine „Fahrten“ zu irgendwelchen Groß- und Supermärkten, wo er sich von seiner doofen Ehefrau anscheißen ließ, um nur ja als Duckmäuser und Spießer zu gelten haben sogar das Berliner LKA „zu Tränen gerührt“. Ich wusste ab und zu nicht, ob ich laut lachen oder weinen sollte.

Wie froh er war, wenn er den Dienst bei der Ehefrau hinter sich hatte und zu mir kam. Und dann stand schon wieder irgend eine als Model verkleidete Observantin des BKA vor der Tür und lächelte ihn an.

Ich war oft so allein und traurig. Und dann wieder wochenlange Arbeitsorgien ohne Pause, „wichtige“ Telefonate mit Horst Mahler oder anderen brandgefährlichen Extremisten, die uns eisenharte Hausdurchsuchungen oder lebensgefährliche Mordversuche durch die Antifa einbrachten, nutzlose Schlägereien mit Israelis, seiner „geliebten“ CIA (die er buchstäblich bis aufs Blut herausforderte) oder durch seine ewigen Provokationen stinksauren bewaffneten britischen Agenten, es war zum Verzweifeln. Man braucht gute Nerven für eine solche Liebe.

Julia Präauer

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