Der Vertrieb von Landser

An die späten 90er- und an den Anfang der 2000er-Jahre erinnere ich mich nicht gern. Ich war damals Zuhälter und habe eine schöne, kinderreiche Ehe mit Julia und Renate versäumt. Da müssen schon Schriftsätze aus Wien kommen, in denen steht, dass ich die beiden nicht kenne und liebe.

1998 und 2001 hieß es, CDs der Band Landser unter die Leute bringen. Mein Freund Thomas Starke scheiterte genial an der Aufgabe, weil er einfach Vertraute ansprach und man ihm den Vogel zeigte. Ich fuhr nach Berlin – kurz zuvor war ich von dort nach Salzburg gezogen, um den Militärdienst zu absolvieren- und bezog Quartier bei meinem Freund Tim.

Er vermittelte mir den Kontakt zum Boten des Pesswerks.

Im Bettchen traf ich meine Bekannte Beate (oben), die sich auch Helga Niederberger nannte. „Beim Wein“ vereinbarten wir, dass die CDs der Reichskapelle mit ihrer galanten Hilfe an den Mann gebracht werden sollten. Ich ließ mir gleich eine Probe ihrer Verkaufstaktik vorführen.

Helga suchte mit mir dann „Vertriebspartner“ auf und begeisterte sie, in besonderer Beziehung. Auf Toiletten und im dunklen Gebüsch kam es zu kräftigen Ohrfeigen und routinierten, vom Gesundheitsamt genehmigten saftigen Handgriffen. Die Herren vervielfältigten die CDs und später wurden Leute vorstellig, die Geld bezahlt haben.

Dies alles ging am Generalbundesanwalt vorbei.

(Fotos privat, Schilderung entspricht den Tatsachen)

 

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